Nachlese zu unserem Espresso Talk #9 vom 21. April 2021, Doris Maybach, Heidi Hauer und Sabina Haas starten lachend in den Tag.

Reden wir mal über’s Lachen.

Kein Witz, heute geht’s ums Lachen. Warum ist es so essentiell und was bedeutet Lachen für dich und deine Lebensqualität? Starte mit uns lachend oder zumindest schmunzelnd in den Tag.

lachende Kinder

Schooler Frinds Happiness Cute Playful

Wenn man weint vor Lachen, entsteht ein Regenbogen im Kopf!

Wir starten unseren Talk mit der Frage: wann hast du eigentlich das letzte Mal gelacht? Es tut richtig gut, sich das mal in Erinnerung zu rufen, wann, worüber und mit wem kannst du so richtig lachen?

Finde deine Sachen zum Lachen.
Für den/die eine/n sind es Erinnerungen an lustige Erfahrungen, bestimmte Aktivitäten, das Zusammensein mit anderen, sich gegenseitig zum Lachen zu bringen, Witze erzählen, Kabarett, Komödien, Klamauk, Fernseh-Comedys, …. oder nochmals ganz andere persönlich individuelle Dinge, die Spaß machen und einen zum Lachen bringen.

Für die verspielten Gemüter unter uns könnte zum Beispiel ein Kinderspiel wie „dänisches Klatschen“ das passende sein. Profis in Sachen Lachen sammeln lustige Ereignisse und Situationskomik im Alltag und haben einen Heiden-Spaß daran.

Lachen ist ein sozialer Klebstoff.
Lachen findet häufiger in Gruppen statt, ist ein gutes Mittel zur Kommunikation und ein richtiger sozialer Klebstoff. Durch die Spiegelneuronen werden Gefühle übertragen und das führt dazu, dass Lachen ansteckend ist. Es ist eher schwierig, sich nicht anstecken zu lassen und führt sogar soweit, dass man sich selbst im Spiegel mit dem eigenen Lachen anstecken kann.

Lachen ist gesund.
Beim Lachen findet ein richtiger Hormonschub statt. Es werden Glückshormone ausgeschüttet und Stresshormone unterdrückt, das kann sogar dazu führen, dass Schmerzen gelindert werden.

Kinder lachen ca. 400 Mal pro Tag, ein Erwachsener kommt auf 15 bis 17 Lacher pro Tag. Bei den Kindern kann man sich auch abschauen, wie man sich gegenseitig zum Lachen bringen kann.

Noch dazu ist Lachen gut für die Lunge und ein richtiges Work-out: es werden rund 300 Muskeln im Gesicht und Bauch aktiviert. Wenn man 10 Minuten lacht verbraucht man 50 Kalorien.

Aus der Altersforschung wissen wir auch, dass das Lachen eine der wichtigsten Aktivitäten und Lebenseinstellungen ist, um sich im Alter fit und gesund zu halten.

So tun als ob.
Beim Lach-Yoga kann man erleben, dass der Körper nicht unterscheidet zwischen echtem Lachen und so tun als ob. Der hormonelle Effekt ist derselbe und Hemmungen werden abgebaut. Man kann auch einfach einen Bleistift so in den Mund nehmen, dass die Mundwinkel wie beim Lachen nach oben gezogen werden. Allein durch die Aktivierung der Gesichtsmuskulatur werden Glückshormone ausgeschüttet und nach wenigen Minuten ist ein Effekt messbar und die Laune spürbar besser.

Alles eine Frage der Perspektive.
Manchmal ist der Alltagstrott gar nicht lustig und wir brauchen Möglichkeiten und die Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln. Es handelt sich wohl um einen tief in uns angelegten Grundcharakter, einer Frage der Haltung, ob – und wie leicht man in der Lage ist, die Perspektive zu wechseln und sich selbst wieder etwas Humorvolles ins Leben zu holen.

Was tun wenn es schwierig ist?
Profis in Sachen gutes Selbstmanagement haben einen einfachen Plan, sich selbst wieder in gute Laune zu versetzen. Zum Beispiel kann man sich schnell zwischendurch in Youtube seinen Lieblings-Stand-up-Comedian ansehen, und kommt sofort wieder auf andere Gedanken.

Eine gute Idee ist es auch, sich eine Liste anzulegen, mit Dingen, die einen zum Lachen bringen. Und immer wenn es eine schwierige Situation gibt, kann man auf seiner Liste nachsehen und findet seinen persönlichen Rettungsanker.

Man kann auch ganz grundsätzlich einen Deal mit sich selbst vereinbaren: Ich ärgere mich genau nur eine Minute lang! Manchmal hilft es auch, die Situation ganz pragmatisch einfach zu akzeptieren, so wie sie eben ist.

Wie steht es um den Humor im Coaching?
Humor in der Beratung hat den Effekt, wie eine „Bodenauflockerung“ zu wirken. In einer schwierigen Situation wird ein Perspektivenwechsel ermöglicht und damit eine neue Möglichkeit geschaffen.

Frank Farrelly, Begründer der provokativen Psychotherapie, und Therapeuten und Coaches aus seiner Schule, schaffen es mit ihren provokativen Coaching-Methoden den Sachverhalt in einen völlig anderen Kontext zu setzen. Aufgrund ihrer wertschätzenden Haltung, Dinge einfach paradox anzusprechen oder die Kunst stark zu überzeichnen, schaffen es die Klient*innen Hemmungen abzubauen und eine neue Sichtweise einzunehmen.

Ein gutes Beispiel für einen hilfreichen Perspektivenwechsel ist auch die Arbeit der Clown Doktors. (auf Basis des Konzeptes von dem Arzt Patch Adams) Durch ihr Spaß-Machen entführen sie die kranken Kinder in eine andere Welt und sie können ihre Situation kurz mal vergessen.

Dieser Prozess wirkt von außen nach innen, und dann wird wieder im außen etwas Neues ermöglicht. Wir lachen nicht, weil wir glücklich sind, sondern wir sind glücklich weil wir lachen.

Lass‘ dir von dir selbst nicht alles gefallen.
Viktor Frankl, der Begründer der Logotherapie, hat davon gesprochen, dass der Humor das spezifisch humane am Menschen ist. Von Frankl, ist auch das Zitat: „Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum haben wir die Macht zur Wahl unserer Reaktion.“ Wir wollen heute gerne ergänzen: Wähle diejenige Reaktion, die dir mehr Spaß macht! Frankl meinte auch: “Man muss sich von sich selbst nicht alles gefallen lassen!” Oder wie Nestroy sagte: „Wer ist stärker? Ich oder ich?“

Und zum Abschluss noch ein Witz, wie Kinder ihn gerne erzählen: „Zwei Kühe stehen auf der Weide. Da sagt die eine „Muh“. Da sagt die andere: „Oooch, das wollte ich grad sagen!“

Naja, Witze sind halt Geschmackssache.

#lachen #clubhouseTalk #humor

 

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Espresso TalkMit meinen beiden lieben Kolleginnen Doris Maybach und Heidi Hauer öffnen wir gemeinsam jeden Mittwoch Morgen um 8.00 h unseren Espresso Talk und gestalten 30 bis 40 Minuten voller Inspirationen und Impulsen für den Tag.

Wir widmen uns wöchentlich einem anderen interessanten Thema, lassen Ergebnisse aus der Forschung, unsere Erfahrung als Coaches und unsere ganz persönlichen Erfahrungen einfließen – kurz und knackig.

Gutes Leben und Arbeiten ist der neue Clubhouse-Club von Doris Maybach, Heidi Hauer und Sabina Haas. Wir widmen uns der Frage, wie geht das gute Leben? Was braucht es, um es bewusst zu gestalten? Es geht um Themen rund um Lebensstil, Life Balance, Lebensfreude, Herausforderungen und Sinn. Um wöchentlich mit dabei zu sein, folge uns bitte auf Clubhouse. (Leider nur für iPhone möglich)

 

Fotos: rawpixels.com, unsplash.com